Hallo, wer liest das?

Foto_TextSaHotz_man-person-fog-mist.jpg

Seit mehr als zwei Jahren nun schreiben Kolleginnen aus verschiedenen logopädischen Arbeitsbereichen Blog-Texte..

Meine Nachbarin meint, dass ich für meinen Beruf als Logopädin für erwachsene Patienten vor allem sehr viel Geduld und viel medizinisches Wissen benötige. Meine Schwester sagt, es brauche Talent. Die Studenten entdecken im Praktikum wie viele Fähigkeiten eine Logopädin benötigt, die rein gar nichts mit Talent zu tun haben. Diese sind aber deswegen nicht weniger wichtig: Pünktlich sein, Anstrengung zeigen, Energie aufwenden, Leidenschaft aufbringen, Vorbereitet-Sein und gelegentlich einen Extra-Effort zu zeigen, wird von den Patienten sehr geschätzt. Ich bin zudem der Meinung, dass der Beruf der Logopädin viel Balance-Vermögen benötigt. Denn unterschiedlichste Interessen müssen abgewogen und unter einen Hut gebracht werden. 

Sind Sie, liebe Leserin oder lieber Leser, überhaupt bis hier gekommen? Oder haben Sie bereits aufgehört zu lesen, weil Sie nicht interessiert sind an einem neuen Blog aus der Welt der Logopädie der Erwachsenen? Wer sind Sie überhaupt? Sind Sie die Mutter eines 4-jährigen Jungen, der immer noch auf einen Platz bei der Logopädin wartet? Bist Du eine Logopädie-Kollegin, die interessiert die Sorgen und Nöte einer klinischen Logopädin verfolgt? Sind Sie eine Journalistin, die das Stichwort Logopädie bei Google eingegeben haben

Ich schreibe gemäss Redaktionsplan heute meinen fünften Blog. Das Schreiben fällt mir normalerweise leicht, weil ich die Leser als Gruppe vor mir sehe, die mir in Gedanken ihre Fragen zuspielt. An den Blogtexten tue ich mich schwer, obwohl ich grundsätzlich gerne über meine Arbeit und Schwerpunkte schreibe. Deshalb bitte ich meinen Mann meinen x-ten Entwurf durchzulesen. Genervt gibt er mir das Blatt zurück und meint niederschmetternd: „Ich komme überhaupt nicht draus! Für wen schreibst Du das eigentlich?“

Erst war ich eine Weile wütend über seinen Kommentar und dann habe ich erkannt, dass er genau getroffen hat, was mir beim Schreiben im Weg stand: Ich weiss nicht, für wen ich diesen Post schreibe.

Deshalb bitte ich Sie, mir das Schreiben meiner nächsten Posts leichter zu machen. Drücken Sie unten auf den Kommentar-Knopf. Und geben Sie bitte an, wer Sie sind. Sie brauchen ihren Namen nicht zu nennen, sondern bloss mitzuteilen, was Sie mit Logopädie verbindet. Sind Sie Mutter eines leseschwachen Kindes, Tochter eines Herrn mit Schluckstörungen, betreuen Sie als Ärztin Hirnschlag-Patienten? Bitte verlassen Sie diese Seite nicht, ohne einen Kommentar oder einen Wunsch zu hinterlassen.

Ich bedanke mich auch im Namen meiner Redaktions-Kolleginnen für Ihren Klick auf „Kommentare“.

Sabina Hotzenköcherle

Kommentare

Liebe Frau Hotzenköcherle Ich habe Ihren Beitrag gelesen und freudig festgestellt, dass ich Sie persönlich kenne, ich ging zu Ihnen in die Schule an der shlr. ;0) Inzwischen bin ich Mutter einer 10 monatigen Tochter und arbeite noch einen Tag in einer Schule. Ich wollte mal so schauen, was auf diesem Blog alles zu finden ist. Ich werde nun weiterlesen, denn es ist sehr spannend! Liebe Grüsse Sylvia Keller-Niederer

Ich durchstöbere den Blog zum ersten Mal. Er gefällt mir sehr. Da werde ich bestimmt mal wieder reinschauen. Es tut gut sich auszutauschen.

Liebe Sabina Danke für deine Zeilen. Beim Lesen abbrechen war kein Thema für mich, dafür schreibst du zu gut! Ich falle in die Rubrik der Berufskolleginnen. Liebe Grüsse, Christine Hefti

Liebe Sabina Beim Durchstöbern der DLV Homepage bin ich auf deinen Blog gestossen. Du schreibst unterhaltsam, informativ, praxisnah und ehrlich. Oder anders ausgedrückt, brachtest du mich zum Schmunzeln und dazu, dass ich dir zurückschreibe. Wer liest wohl all die Blogs? Diese Frage stelle ich mir auch schon länger. Anfang November treffen sich die klinisch tätigen Logopädinnen im Aargau zum halbjährlichen Austausch. Mal schauen, was sie meinen zur BLOGOPÄDIE? Über den Bildschirmrand hinausblickend möchte ich noch sagen: "Ich öffne morgens als erstes lieber ein Fenster - nicht Windows. Ich rufe ab und zu jemanden an, anstatt zu mailen und erfreue mich an seiner Stimme. Ich schenke jemandem ein Lächeln, anstatt einen Smiley zu verschicken....." Liebe Grüsse Gerda

Neuen Kommentar schreiben